Dallas (dpa) - Dirk Nowitzkis Geduld auf der Bank ist nach einwöchiger Regeneration seines lädierten rechten Knies am Ende. Aber das Trainerteam der Texaner ließ bis zur letzten Minute offen, ob der «Mavs»-Kapitän sein Comeback gegen die San Antonio Spurs feiern kann.

Nach acht Tagen Pause ist Nowitzki wieder heiß auf Basketball. «Es war bitter genug, wenn man nur da herumsitzt und den Jungs nicht helfen kann. Einen Korb werfen, einen Rebound holen oder einfach die Mitspieler beruhigen. Das ging nicht», beschrieb der Mavs-Kapitän seine Leidensphase im Zivilanzug bei vier Spielen von Titelverteidiger Dallas Mavericks. «Es hat aber gekribbelt. Gut zu wissen, dass das Kribbeln noch da ist. Ich will gleich wieder voll durchstarten», sagte der 33-jährige Nowitzki, der im Match gegen die San Antonio Spurs in der Nacht zum Montag auf sein Comeback in der nordamerikanischen Profiliga NBA hofft.

Zwei Tage nach dem 116:101 gegen die Utah Jazz, dem dritten Sieg ohne den 2,13-Meter-Riesen aus Würzburg, wollten die Mavs ihre Bilanz von bisher zwölf Siegen und acht Niederlagen aufbessern. «Wir sind sind genau da, wo wir sein wollen», zitierte «bild.de» Nowitzki.

Seine Planungen vor der wegen des Lockouts verkürzten Saison hat Nowitzki («Es war falsch, zuvor noch die EM mit Deutschlands zu spielen») inzwischen bereut. Sein in der Meistersaison überstrapazierter Körper begann sich zu wehren. Aber vor lauter Ehrgeiz hörte Nowitzki nicht auf die Signale. Dazu kam, dass die Vorbereitung für den Franken viel zu knapp bemessen war, um gleich auf Betriebstemperatur zu kommen.

«Ich fühle mich besser als vor der Pause», meinte er. Die Physiotherapie für das lädierte, immer wieder angeschwollene Knie hat dem Franken gut getan: Krafttraining zur Stärkung der Muskulatur, Radfahren, Sprinten, Werfen. «Es ist fast dasselbe Gefühl wie letztes Jahr. Ein Team voller älterer Spieler, die zu alt, zu langsam seien. Aber wenn wir gesundbleiben, sind wir in den Playoffs voll da.»

Auch Mavericks-Besitzer Mark Cuban ärgert sich immer noch über die Fehlplanung. Der Milliardär gibt der EM-Teilnahme des Deutschen die Schuld an dessen Knie- und Formproblemen. «Er hat für das deutsche Team gespielt - und bereut es inzwischen - und hat einige Zeit freigenommen», meinte Cuban, «das ist nicht die Art, wie sich Dirk normalerweise auf eine Saison vorbereitet.»

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