Damaskus (dpa) - Die syrische Regierung hat den Abbruch der Beobachtermission der Arabischen Liga bedauert. Man sei von der Entscheidung überrascht, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana in der Nacht zum Sonntag einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter.

Das arabische Staatenbündnis hatte den Abbruch der Mission mit der Eskalation der Gewalt in Syrien begründet. In den vergangenen Tagen sollen bei Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Regimegegnern mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein.

Die Regierung in Damaskus warf Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi vor, im Vorfeld seines Auftritts vor dem Weltsicherheitsrat den Druck für ein Eingreifen in Syrien erhöhen zu wollen. Außerdem würden durch den Abbruch der Beobachtermission die bewaffneten Gruppen im Land ermutigt, die Gewalt auszuweiten, hieß es.

Al-Arabi wird zu Beginn kommender Woche zusammen mit dem Syrienbeauftragten der Arabischen Liga, Katars Regierungschef Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani, bei den UN in New York erwartet. Vor dem Sicherheitsrat sollen sie über die Lage in Syrien berichten.