Potsdam (dpa) - Die SPD will heute bei einer Vorstandsklausur über Strategien beraten, wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Bundestagswahl 2013 abgelöst werden kann.

Bei dem zweitägigen Treffen in Potsdam sollen die Aufgaben zur Erarbeitung von Konzepten für ein Regierungsprogramm verteilt werden. Erklärtes Ziel der SPD ist eine rot-grüne Bundesregierung, einer Koalition unter Beteiligung der Linken hat die SPD eine klare Absage erteilt.

Als Gäste hat die SPD-Führung unter anderem den Wirtschaftsweisen Peter Bofinger und den Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, nach Potsdam eingeladen. Ein Thema dürfte auch sein, wie die Partei mit der sich weiter zuspitzenden Eurokrise umgeht. Kernthemen bei der inhaltlichen Arbeit sollen der «Wert der Arbeit», Maßnahmen gegen eine zunehmende Spaltung zwischen Arm und Reich, der Erhalt eines starken Industriestandorts Deutschland und das Thema Bildung sein.

Nach jüngsten Umfragen liegt die SPD mit rund 30 Prozent derzeit etwa fünf Prozentpunkte hinter der Union, allerdings hat sich die Partei nach dem Absturz auf 23 Prozent bei der Bundestagswahl 2009 erstaunlich schnell erholt und tritt geeint auf. Bei den zwei Wahlen in diesem Jahr im Saarland und Schleswig-Holstein will die SPD zulegen und jeweils eine Regierung unter ihrer Führung bilden.

Der Kanzlerkandidat soll Ende 2012, Anfang 2013 festgelegt werden. Bisher gilt es als wahrscheinlich, dass ein Mitglied der «Troika» - also Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier oder Ex-Finanzminister Peer Steinbrück - Kanzlerkandidat wird.

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