Kairo (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle ist bei seinem Ägypten-Besuch erneut für mehr Offenheit und Respekt gegenüber islamisch-demokratischen Kräften eingetreten.

Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, die aus der Muslimbruderschaft hervorgegangen ist, bezeichnete er als ermutigend. Parteichef Mohammed Morsi habe ein klares Bekenntnis zu Pluralität und Friedenswahrung insbesondere gegenüber Israel abgegeben. «Aber natürlich werden wir unsere Gesprächspartner an den Worten und dann vor allen Dingen an den Taten messen.»

Die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit ist mit 47 Prozent der Sitze die mit Abstand stärkste Kraft im neu gewählten ägyptischen Parlament. Die radikal-islamischen Salafisten stellen ein Viertel der Parlamentarier. Die christliche Minderheit ist im Parlament dagegen deutlich unterrepräsentiert.

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