Helsinki (dpa) - Bei den PräsidentschaftswahIen in Finnland hat sich am Sonntag ein klarer Sieg für den konservativen Ex-Finanzminister Sauli Niinistö abgezeichnet. Der 63-Jährige lag in der letzten Umfrage mit 62 Prozent weit vor Ex-Umweltminister Pekka Haavisto (53) von den Grünen mit 38 Prozent.

Gut 36 Prozent der 4,4 Millionen Stimmberechtigten hatten bereits per Briefwahl abgestimmt. Das früher in Helsinki einflussreiche Präsidentenamt besteht nach mehreren Veränderungen ab 1999 weitgehend aus repräsentativen Aufgaben. Die bisherige Präsidentin Tarja Halonen (68) von den Sozialdemokraten konnte nach zwei Amtszeiten seit ihrem Antritt vor zwölf Jahren nicht noch einmal antreten.

Niinistö hatte schon den ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor klar mit 38 Prozent vor Haavisto mit 18,8 Prozent gewonnen. Trotz des kaum einholbaren Vorsprungs für den konservativen Kandidaten hoben die Kommentatoren in Helsinki den Erfolg des Überraschungs-Zweiten Haavisto hervor: Er konnte den bei den letzten Parlamentswahlen mit massiver EU- und Euro-Kritik erfolgreichen Rechtspopulisten Timo Soini von der Partei Wahre Finnen ebenso klar schlagen wie den sozialdemokratischen Ex-Regierungschef Paavo Lipponen.

Beide Stichwahl-Kandidaten führten einen ausgeprägt EU- und Euro-freundlichen Wahlkampf. Thematisiert wurde dabei auch das Familienleben der Kontrahenten: Haavisto lebt in eingetragener Partnerschaft mit einem Friseur aus Ecuador zusammen. Niinistö ist mit einer knapp 30 Jahre jüngeren Lyrikerin verheiratet.

Ergebnis der ersten Wahlrunde

Informationen zur Wahl, in Englisch