Frankfurt/Main (dpa) - Hoffnungen auf Fortschritte in Griechenland haben den Dax auf ein Sechsmonatshoch getrieben. Der deutsche Leitindex stieg um 0,67 Prozent auf 6800 Punkte und knüpfte damit nach zwei schwächeren Tagen wieder an seinen Aufwärtstrend an.

Bereits am Vortag war das Börsenbarometer zum Handelsauftakt auf den höchsten Stand seit Anfang August geklettert, wegen der Sorgen über die griechischen Schuldenprobleme aber schnell wieder abgebröckelt. Der MDax gewann am Mittwoch 0,46 Prozent auf 10 354 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,20 Prozent auf 773 Punkte vor.

Bis Ende dieser Woche will die griechische Regierung das umstrittene neue Sparpaket auf den Weg bringen. IG-Markets-Analyst Gregor Kuhn sah Meldungen als Kurstreiber, wonach sich die Europäische Zentralbank (EZB) doch an einem Schuldenschnitt in Griechenland beteiligen könnte.

Die Bankenwerte gehörten angesichts der positiven Erwartungen für Griechenland zu den größten Gewinnern. Die Aktien der Commerzbank sprangen an der Dax-Spitze um 7,94 Prozent auf 2,108 Euro hoch. Die Titel der Deutschen Bank verteuerten sich um 1,74 Prozent auf 34,540 Euro.

Für die Papiere von Heidelberger Druck ging es nach einem geringer als befürchtet ausgefallenen Quartalsverlust um 1,37 Prozent hoch. Beim Handelskonzern Douglas sorgte die Zahlenvorlage für Kursgewinne von 0,87 Prozent. Dagegen enttäuschte der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer mit Zahlen und Ausblick, so dass die Aktien am MDax-Ende 6,58 Prozent einbüßten.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,62 (Vortag: 1,53) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,61 Prozent auf 130,56 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,14 Prozent auf 137,75 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3274 (Dienstag: 1,3113) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7534 (0,7626) Euro.