Münster (dpa) - Launiger Jazz statt grauer Theorie: Musiker und Entertainer Götz Alsmann hat am Dienstagabend vor 400 Studenten und Gästen seine Antrittsvorlesung als Honorarprofessor der Uni Münster gehalten.

Unter dem Titel «Die ersten hundert Jahre des deutschen Unterhaltungsliedes» dozierte Alsmann über die Geschichte des Schlagers. «Es gibt eine Welt jenseits des Gummiboots und der zehn nackten Friseusen», sagte der 54-Jährige, der aus Münster stammt und dort in den 80er Jahren auch Musikwissenschaft studierte. Seinen Vortrag in der Aula des Uni-Schlosses unterbrach Alsmann immer wieder für musikalische Zwischenspiele auf Ukulele und Akkordeon.

Bekannt wurde der Mann mit der eigenwilligen Gel-Frisur durch die WDR-Fernsehsendung «Zimmer frei», die er seit 1996 gemeinsam mit Christine Westermann moderiert. Auch mit den Gästen seiner Show macht Alsmann regelmäßig Musik. Während er sich in «Zimmer frei» aber auch schon mal als Spielkarte verkleidet oder seine weiblichen Promi-Gäste bezirzt, ging es an der Hochschule ernsthafter zu.

Nach der erfolgreichen Bewährungsprobe will der Jazzmusiker drei bis vier Mal im Semester an die Universität kommen, um seinen Studenten Grundlagen der Unterhaltungsmusik beizubringen.

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