Jerez (Spanien) (SID) -

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich zum Auftakt seiner "Mission Hattrick" mit einem dritten Platz zufriedengegeben, Nico Rosberg dem Mercedes-Auslaufmodell unterdessen die zweite Bestzeit in Folge beschert. Vettel war am Donnerstag in Jerez bei seinem persönlichen Start in die Saison 2012 und seiner ersten Fahrt mit seiner noch namenlosen neuen Lady als Tagesdritter leicht schneller als Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. Lokalmatador Fernando Alonso kam im Ferrari als Siebter wie an den beiden Tagen zuvor Teamkollege Massa nicht über einen Platz im hinteren Mittelfeld hinaus. Nico Hülkenberg musste seinen ersten Test als Force-India-Stammpilot auf Freitag verschieben.

"Am morgen war es noch knackig kalt und richtig rutschig. Aber es macht schon wieder richtig Laune, im Auto zu sitzen. Man fühlt sich direkt wieder zu Hause. Das erste Gefühl passt. Ich denke, wir sind da, wo wir es erwartet haben und ganz gut im Fahrplan", sagte ein entspannter Weltmeister nach dem ersten Arbeitstag 2012, bei dem er einen guten Eindruck gewonnen hatte. "Schon wichtig", sei dieser Eindruck, sagte Vettel: "Das prägt einen für das ganze Jahr. Um wirklich genau zu verstehen, was das Auto macht, muss man sich aber Zeit nehmen. Das erste Rennen ist noch weit weg. Wir konzentrieren uns jetzt auf unsere Hausaufgaben, das Auto schnell zu machen und standfest zu machen. Der Rest wird sich dann zeigen."

Vettel drehte mit dem neuen RB8 teilweise vor den Augen von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, der extra für einen Tag mit seinem Privatflieger eingeschwebt war, fast 100 Runden und war damit insgesamt länger unterwegs als die Konkurrenten Hamilton und Alonso. Zweitbester Pilot des Tages war der Franzose Romain Grosjean im Lotus, allerdings wohl mit deutlich weniger Benzin und damit Gewicht als die Konkurrenten.

Rosberg war wie schon am Tag zuvor Teamkollege Michael Schumacher der schnellste Mann auf der Strecke in Andalusien, aber quasi außer Konkurrenz. Das alte Auto hat vor allem durch den für 2012 verbotenen angeströmten Diffusor Vorteile gegenüber den aktuellen Modellen. Der neue Silberpfeil feiert erst beim zweiten Test am 21. Februar in Barcelona Premiere.

Hülkenberg muss deshalb auf seinen Einsatz bis Freitag warten, weil sein Nachfolger als Ersatzfahrer, der Franzose Jules Bianchi, gleich zu Beginn des dritten Testtages in Jerez das neue Auto bei einem Abflug beschädigt hatte. Bei dem Aufprall gegen die Leitplanke war ein Kleinteil beschädigt worden, das das Team vor Ort nicht mehr vorrätig hatte. Das Ersatzteil soll nun bis Freitag eingeflogen werden.