Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Partei- und Fraktionschefs am Freitagmorgen über den Stand der Debatten zu den Griechenland-Hilfen unterrichtet. Die Spitzen von Union, FDP, SPD, Grünen und Linken kamen gegen 8.00 Uhr ins Kanzleramt.

Anschließend waren von 9.00 Uhr an Sondersitzungen der Fraktionen geplant. Dabei wollten Merkel und voraussichtlich auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Unionsabgeordneten über das weitere Vorgehen Deutschlands bei der Griechenland-Rettung informieren.

Die Euro-Finanzminister hatten ihren Beschluss für das Hilfsprogramm am Donnerstagabend auf nächsten Mittwoch vertagt. Nur wenn Athen mehrere Bedingungen innerhalb einer Woche erfüllt, kann Griechenland mit dem dringend benötigen zweiten Rettungspaket von mindestens 130 Milliarden Euro rechnen. Ohne die Hilfskredite droht Griechenland die Staatspleite.