Jakarta (dpa) - Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat am Montag in Indonesien der Terror-Prozess gegen den mutmaßlichen Bali-Bomber Umar Patek begonnen.

Der Indonesier habe den Sprengstoff für die Terroranschläge 2002 auf der indonesischen Ferieninsel Bali hergestellt, sagte der Ankläger vor dem Gericht in Jakarta zum Prozessauftakt. Bei den Attentaten kamen 202 Menschen ums Leben, darunter 88 australische Touristen und sechs Deutsche.

Patek war einst der meistgesuchte Mann Asiens. Die US-Behörden hatten ein Kopfgeld von einer Million Dollar auf ihn ausgesetzt. Er wurde im Januar vergangenen Jahres in Abottabad in Pakistan festgenommen. Dort spürten US-Kommandos wenige Monate später auch Osama bin Laden, den Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida, auf und erschossen ihn.

Patek ist Indonesier. Er ist wegen Mordes angeklagt. Ihm droht die Todesstrafe. Drei andere Bali-Bomber waren im November 2008 hingerichtet worden. Patek werden weitere Terroranschläge zur Last gelegt, darunter Sprengstoffanschläge auf Kirchen Weihnachten 2000, bei denen 16 Menschen ums Leben kamen.