Moskau (dpa) - Der Extremfrost in Russland hat die Zahl der Kältetoten auf inzwischen 215 steigen lassen. Wegen Erfrierungen und Unterkühlungen seien zudem bisher mehr als 5500 Menschen behandelt worden, wie das Gesundheitsministerium nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte.

Ende vergangener Woche hatten die Behörden von etwa 110 Toten seit Anfang Januar gesprochen. Kinder seien nicht unter den Todesopfern, Dutzende würden allerdings in Krankenhäusern behandelt.

Der ungewöhnlich harte Frost hält die Behörden im größten Land der Erde seit Tagen in Atem, weil es vielerorts schwere Unfälle und Transportprobleme gibt. Allein in der Hauptstadt Moskau suchten am Wochenende 60 Menschen ärztliche Hilfe wegen der Kälte von fast minus 30 Grad. Vielerorts gab es schulfrei.

Meteorologen sprechen vom härtesten Februar in 60 Regionen seit mehreren Jahrzehnten. Besonders betroffen war demnach der Süden des Landes, wo auch das völlig verarmte Konfliktgebiet Nordkaukasus liegt. Auch im Nordwesten sei der Frost härter als sonst zu dieser Jahreszeit, hieß es. Regierungschef Wladimir Putin hatte Behörden kritisiert, nicht ausreichend gerüstet zu sein für diesen Winter.