Rom (SID) - Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt herrscht Ungewissheit um die Zukunft von Trainer Edy Reja beim italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom, Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose. Nach dem Aus der Römer in der Europa League in den Duellen mit Atletico Madrid hatte Reja zunächst schriftlich seine Demission eingereicht. "Jetzt muss man sehen, welche Absichten der Verein hat. Ich erwarte mir eine Antwort vom Klub", erklärte der 66-Jährige.

Er wolle noch Präsident Claudio Lotito treffen, denn man dürfe sich nie möglichen Änderungen verschließen, sagte der Coach nach der Pleite gegen Madrid. Der Coach hatte mit dem Rücktrittsgesuch auf die Kritik an seiner Person nach den Misserfolgen der vergangenen Wochen reagiert. Danach soll es zu einem handfesten Streit zwischen Reja und Lazio-Präsident Lotito gekommen sein, wobei der Coach dem Klubchef offenbar vorgeworfen hat, die Mannschaft im Winter nicht verstärkt zu haben.

Reja kann mit der Solidarität der Mannschaft und der Fans rechnen. Auf den Verbleib des Trainers hofft auch Klose. Der 33-Jährige, der wegen Rückenproblemen nicht nach Madrid reisen konnte, steht Reja für das Match gegen den AC Florenz am Sonntagabend zur Verfügung.

"Wenn wir die Saison auf Platz drei beenden würden, hätten wir Zugang zur Champions League. Verletzungen haben uns in der Europa League belastet. In der Meisterschaft haben wir bisher gute Resultate geerntet, wir sind im oberen Teil der Tabelle", wird Klose in der Sporttageszeitung Corriere dello Sport zitiert.

Sollte Rejas Rücktritt am Ende doch perfekt werden, gilt der frühere Lazio-Profi Simone Inzaghi, Bruder von Milan-Star Filippo Inzaghi, als Kandidat für die Nachfolge. Als weitere Kandidaten sind der ehemalige Assistenz-Trainer des AC Mailand, Mauro Tassotti, sowie der Ex-Coach von US Lecce, Luigi De Canio, im Gespräch.