Dresden (dpa) - Dem Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden drohen durch das geänderte DFB-Urteil wegen der Ausschreitungen seiner Fans in Dortmund Einbußen von über 400 000 Euro.

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte den Ausschluss der Sachsen aus dem Pokalwettbewerb 2012/13 aufgehoben. Stattdessen wurde der Traditionsclub zu einem «Geisterspiel» in der 2. Bundesliga, einer Auswärtspartie ohne eigene Anhänger und einer Geldstrafe von 100 000 Euro verurteilt.

Bei einem Pokal-Bann hätten die Dresdner durch das Fehlen allein in der ersten Runde Fernsehgelder in Höhe von 125 000 Euro verloren. So kommt neben der 100 000 Euro Strafe noch der Verlust der Einnahmen aus dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Spiel gegen den FC Ingolstadt am 11. März dazu. Nach Angaben des Stadionbetreibers liegen die Einbußen zwischen 200 000 und 300 000 Euro. Zudem müssen die Dresdner noch einen Ausgleich von mehreren Zehntausend Euro an Eintracht Frankfurt leisten, da am 16. März keine Dynamo-Anhänger in der Main-Metropole ins Stadion dürfen. Auch Sponsoren könnten Gelder zurückfordern.

Dennoch sahen die Club-Verantwortlichen das Urteil positiv. «Auch wenn wir erneut ein sehr hartes Urteil hinnehmen müssen, werten wir die Abmilderung und das damit verbundene Zeichen als Erfolg», sagte Präsident Andreas Ritter. «Wir konnten im Verlauf des Verfahrens Argumente vortragen, die gezeigt haben, dass das Urteil zu hart war.» Der Verein hatte Einspruch gegen den Pokal-Ausschluss eingelegt.