Sofia (dpa) - In Bulgarien haben Internetnutzer erneut gegen das umstrittene Urheberrechtsabkommen Acta protestiert. In der Hauptstadt Sofia und anderen Städten forderten sie den endgültigen Ausstieg Bulgariens aus dem Abkommen.

Die Regierung des EU-Landes hatte es zunächst zwar unterzeichnet, doch nach Protesten von Internetnutzern die noch ausstehende Ratifizierung auf Eis gelegt, bis es eine EU-Haltung dazu gibt.

Das Abkommen soll Produkt-Piraterie im Internet verhindern. Die bulgarischen Internetnutzer befürchten, dass das Abkommen gegen Produkt-Piraterie die Freiheitsrechte im Internet einschränken könnte. Den rund 100 Demonstranten in Sofia schlossen sich nach Angaben des Staatsradios erstmals auch Buch- und Musikautoren an. Sie erklärten, dass sie nichts dagegen hätten, dass ihre Werke kostenlos im Internet verbreitet würden.