Kairo/Sanaa (dpa) - Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Präsidentenpalast im Süden des Jemen sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Krankenhauskreisen.

Die meisten Opfer gehörten demnach der Eliteeinheit der Republikanischen Garde an. Die jemenitische Agentur Mareb berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass vermutlich eine lokale Al-Kaida-Gruppe für den Anschlag in der Provinz Hadramaut verantwortlich sei.

Der Selbstmordattentäter hatte laut Bericht versucht, mit seinem Fahrzeug in den Palast in der Stadt Mukalla einzudringen. Die Sicherheitskräfte hielten ihn aber auf, worauf er den Wagen nahe einer Einfahrt in die Luft sprengte.

Kurz zuvor war in der Hauptstadt Sanaa der neue Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi vereidigt worden. Seit Beginn der Massenproteste gegen den jetzt ausgeschiedenen Langzeitmachthaber Ali Abdullah Salih vor einem Jahr hat das Terrornetzwerk Al-Kaida zeitweise ganze Landstriche im Jemen unter seine Kontrolle gebracht.

Agentur Mareb