Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag nach unerwartet schwachen US-Konjunkturdaten ins Minus gedreht und zuletzt 0,48 Prozent auf 6817 Punkte verloren.

Der MDax lag 0,12 Prozent tiefer bei 10 369 Punkten. Lediglich der TecDax gewann noch minimale 0,01 Prozent auf 769 Punkte. Auslöser der negativen Trendwende war die Nachricht, dass die US-Auftragseingänge für langlebige Güter im Januar überraschend deutlich gefallen sind. Zuvor hatte Händlern zufolge der jüngste Ölpreis-Rückgang Befürchtungen über den Zustand der Weltwirtschaft zunächst abflauen lassen. Zudem war der deutsche Konsumklimaindex für März wie erwartet stark ausgefallen.

Tagesverlierer im Dax waren Bayer nach der Zahlenvorlage für 2011. Die Daten des Pharma- und Chemiekonzerns waren etwas schlechter als von Analysten erwartet ausgefallen. Die Bayer-Aktie gab zuletzt um 1,43 Prozent nach. Spitzenreiter im Leitindex waren hingegen HeidelbergCement mit einem Plus von 1,51 Prozent nach guten Zahlen des irischen Wettbewerbers CRH. ProSiebenSat.1 gewannen als zweitstärkster Wert im MDax 1,50 Prozent. Händler verwiesen auf die Hochstufung der Aktie und die Erhöhung des Kursziels durch die Commerzbank.

Bester MDax-Wert waren nach einem positiven Analystenkommentar Kabel Deutschland mit einem Plus von 2,10 Prozent. Am unteren Ende des Index rangierten Celesio mit einem Minus von 2,10 Prozent. Händler begründeten dies mit weiteren Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt guten Lauf der Papiere.

Im TecDax standen Q-Cells mit einem Gewinn von 5,23 Prozent klar an der Index-Spitze. Die Gläubigerversammlung hat dem angeschlagenen Solarunternehmen Zahlungsaufschub gewährt. Die Nordex-Papiere verteuerten sich um 1,04 Prozent, nachdem der Windkraftanlagenhersteller mit seinen Eckdaten für 2011 weitgehend die Markterwartungen getroffen hatte.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,49 (Vortag: 1,52) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,17 Prozent auf 131,47 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,15 Prozent auf 139.95 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3454 (1,3388) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7433 (0,7469) Euro.