Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will heute Pläne für ein neues Punktesystem für Verstöße am Steuer vorstellen. Der Vorschlag läuft im Kern darauf hinaus, dass es nur noch zwei Kategorien gibt: Je nach Schwere des Vergehens soll es einen Punkt oder zwei Punkte geben.

Der Verlust des Führerscheins droht Autofahrern dann allerdings schon bei insgesamt 8 statt bisher 18 Punkten.

Ziel der Reform soll sein, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wie das Ministerium mitteilte. Über die Eckpunkte soll jetzt ausführlich diskutiert werden, ehe dann ein konkreter Gesetzentwurf erarbeitet wird. Ramsauer hatte bereits Anfang Februar angekündigt, das System «einfacher, transparenter und handhabbarer» machen zu wollen.

Aus Sicht der Fahrlehrer sollte die Einstufung nach leichten und schweren Verkehrssünden nicht zu stark vereinfacht werden. «Die Möglichkeiten der Differenzierung haben sich nicht schlecht bewährt», hatte der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Gerhard von Bressensdorf, der dpa gesagt. Er meldete Zweifel an, «ob wir mit ein und zwei Punkten gerecht die Schwere der Verkehrsverstöße bewerten».

Beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg sind derzeit rund neun Millionen Bürger mit schwereren Verkehrssünden registriert.

Verkehrsministerium zu Punktereform

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