Paris (dpa) - Bei einem internationalen Polizeieinsatz in Lateinamerika und Europa sind 25 mutmaßliche Hacker der Gruppe Anonymous festgenommen worden.

Die Aktion richtete sich gegen «koordinierte Cyber-Attacken, die von Argentinien, Chile, Kolumbien und Spanien ausgingen», berichtete die internationale Polizeiorganisation Interpol am Dienstagabend in einer Erklärung. Die Razzia hatte bereits Mitte Februar stattgefunden.

Die Festgenommenen stehen im Verdacht, unter anderem Webseiten des kolumbianischen Verteidigungsministeriums, des chilenischen Stromunternehmens Endesa und der dortigen Nationalbibliothek attackiert haben. Insgesamt wurden nach diesen Angaben in 15 Städten 250 Computer, diverse Handys, elektronische Geräte sowie Kreditkarten und Bargeld beschlagnahmt.