Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank lehnt einen Vergleich mit der Kirch-Gruppe ab. Der Vorstand habe den Vergleichsvorschlag sorgfältig geprüft.

«Auf der Basis dieser Prüfung, auch unter Berücksichtigung internen und externen Rechtsrats, hat der Vorstand einvernehmlich entschieden, den Vergleichsvorschlag nicht anzunehmen», erklärte die Bank am Donnerstag.

Schon mehrfach hatten die Deutsche Bank und die Anwälte des verstorbenen Medienunternehmens Leo Kirch versucht, ihren milliardenschweren Streit um Schadenersatz für die Pleite des Kirch-Medienimperiums 2002 außerhalb von Gerichtssälen beizulegen. Zuletzt schien eine Einigung in Sicht. Der scheidende Bankchef Josef Ackermann und die Witwe des im Juli 2011 gestorbenen Kirch hätten sich geeinigt, berichteten Medien. Die Bank sollte etwas mehr als 800 Millionen Euro zahlen, die Kirch-Seite im Gegenzug auf alle weiteren Ansprüche verzichten.