Ruhpolding (dpa) - Vor dem Super-Wochenende bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Ruhpolding sind die Skijäger auf der Suche nach dem richtigen Material.

«Ich habe noch keinen Ski gefunden, wo ich sagen kann, es ist der absolute Überflieger. Wir sind schon fleißig am Testen und Aussortieren», sagte die deutsche Biathletin Miriam Gössner am Mittwoch. Bei den 45. Welt-Titelkämpfen steht am Samstag der Sprint-Wettkampf bei den Herren und den Damen auf dem Programm. Am Sonntag geht es dann in der Verfolgung um die Medaillen.

Der Frühlingseinbruch in Bayern hat auch den Skitechnikern viel Arbeit beschert. «Wir müssen noch den Top-Ski für Samstag rausfinden, damit wir eine Granate unter den Füßen haben», meinte Franziska Hildebrand. Auch die Kleiderfrage ist angesichts der gestiegenen Temperaturen nicht einfach: «Wir sind mit langer Unterwäsche gelaufen, das war der Wahnsinn», sagte Hildebrand vor ihrer WM-Premiere. Künftig bleibt der wärmende Zusatz im Schrank.

Hildebrand hat als einzige der deutschen Biathletinnen noch keine WM-Erfahrung gesammelt. Gössner, Tina Bachmann, Andrea Henkel und Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner gehören zu den Medaillen-Kandidatinnen. Mit Florian Graf und Simon Schempp sind bei den Herren zwei Neulinge am Start. Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer, Andreas Birnbacher und Turin-Olympiasieger Michael Greis vervollständigen das Team. Dank der letzten WM-Titelgewinne von Neuner und Peiffer dürfen die DSV-Athleten mit je fünf statt mit vier Teilnehmern in die Wettkämpfe starten.

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