Frankfurt/Main (dpa) - Überwiegend schwache Konjunkturdaten aus den USA haben am Donnerstag den Angriff des Dax auf die Marke von 7000 Punkten gebremst. Nachdem der deutsche Leitindex sich der psychologisch wichtigen Marke bis auf 50 Punkte genähert hatte, sorgten die US-Nachrichten für einen kleinen Dämpfer.

Zum Handelsende notierte das Börsenbarometer, das zuletzt vor dem Kurssturz Anfang August über 7000 Punkten notiert hatte, 1,25 Prozent höher bei 6941,77 Punkten. Der MDax schloss 0,96 Prozent höher bei 10 528,25 Punkten und für den TecDax ging es um 0,15 Prozent auf 773,15 Punkte hoch.

Sowohl die US-Bauausgaben als auch der ISM-Einkaufsmanagerindex gingen überraschend zurück, aber auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. «Die Enttäuschung sollte sich in Grenzen halten», sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. «Nach wie vor zeigt die US-Konjunktur Zeichen der Erholung, wenn auch vergleichsweise weniger stark als in früheren Aufschwungszyklen. Aber immerhin bleibt der ISM-Index oberhalb der Expansion anzeigenden Marke von 50 Punkten.» Auch die Arbeitsmarktdaten stabilisierten sich, so dass es «keinen Grund zur Panik» gebe.

Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital sah zudem gute US-Absatzzahlen der Autoindustrie und die gesunkenen Renditen für italienische Staatsanleihen als Kursstütze.