Victoria/Hamburg (dpa) - Nach der Ankunft des havarierten Kreuzfahrtschiffs «Costa Allegra» im Hafen der Seychellen-Hauptinsel Mahé wollten 15 Deutsche sofort die Heimreise antreten.

«Wir haben die Passagiere gefragt, und von den 38 deutschen Gästen wollten 15 unmittelbar zurück nach Hause», sagte der Sprecher von Costa Kreuzfahrten in Deutschland, Werner Claasen. Sie fliegen voraussichtlich über Paris zurück in die Heimat, wie er erklärte. Die 23 weiteren Reisenden wollten zunächst im Urlaub bleiben.

Drei Tage nach einem Feuer im Maschinenraum war mit der Ankunft auf Mahé für mehr als 1000 Menschen - darunter 627 Passagiere - an Bord eine schlimme Wartezeit zu Ende gegangen. Das Kreuzfahrtschiff war manövrierunfähig und musste gezogen werden. «Die meiste Zeit über zog der französische Fischtrawler "Trevignon" das Schiff alleine», erklärte Claasen. Zu Beginn seien zwar zwei Schlepper zur Verstärkung geholt worden, diese hätten dann aber gemeinsam mit einem Boot der Marine die «Costa Allegra» vor allem begleitet.

Da es auf dem Urlaubsschiff keinen Strom gab, mussten die Passagiere die Fahrt über den Indischen Ozean seit Montag bei tropischer Hitze ohne Klimaanlage überstehen. Die 26-Tage-Seereise sollte eigentlich von Mauritius über Madagaskar durch den Suezkanal bis Savona in Italien führen.

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