London (SID) - Der Streit zwischen Brasilien als Ausrichter der Fußball-WM 2014 und dem Weltverband FIFA eskaliert. Nach der heftigen Kritik von Jérôme Valcke erklärte Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo, den FIFA-Generalsekretär künftig als Gesprächspartner abzulehnen. "Die Regierung wird den Generalsekretär nicht mehr als Sprecher der FIFA akzeptieren", sagte Rebelo auf einer Pressekonferenz.

Brasiliens Verbandschef Ricardo Teixeira gab sich diplomatischer und bezeichnete die Sorgen der FIFA als legitim, Valcke solle sich aber mit seinen überzogenen Äußerungen zurückhalten und sich entspannen. "Brasilien und seine Menschen haben die Kompetenz, eine tadellose und unvergessliche Weltmeisterschaft zu organisieren", sagte der CBF-Boss. Teixeira versicherte, dass man trotz aller unterschiedlicher Auffassungen zur FIFA das Turnier bestens organisieren werde.

Valcke hatte am Freitag erklärt, die Organisatoren bräuchten einen "Tritt in den Hintern". "Es tut mir leid, das so sagen zu müssen, aber es funktioniert nicht in Brasilien. Die Stadien sind nicht im Zeitplan und warum hinken sie bei vielen Dingen so hinterher? Es gibt auch nicht überall ausreichend Hotels", mahnte Valcke, der aber gleichzeitig versicherte, dass es "keinen Plan B" für ein Alternativ-Gastgeberland gebe.

"Man muss sich jetzt zusammenreißen, in den Hintern treten und diese Weltmeisterschaft abliefern. Genau das werden wir tun", sagte Valcke, der andeutete, dass dem Land der WM-Titel wohl wichtiger sei, als eine gute WM zu organisieren.