Rom (SID) - Fernando Alonso hat sich über einen von seinem Team verhängten "Maulkorb" hinweg gesetzt und damit für mächtig Ärger gesorgt. Obwohl Ferrari Alonso und dessen Teamkollegen Felipe Massa ein Redeverbot erteilt hatte, gab der zweimalige Formel-1-Weltmeister am Rande des Fußball-Spiels zwischen dem FC Barcelona und Sporting Gijón (3:1) am Samstagabend ein Interview - mit durchaus brisanten Aussagen.

"Der Ferrari läuft sicherlich ein bisschen schlechter als Messi und Iniesta", sagte Alonso in der Halbzeit mit Blick auf Barcelonas Superstar zu Barça-TV: "Bei den ersten Rennen werden wir etwas leiden, weil wir noch nicht bei 100 Prozent sind. Aber die Saison ist lang und wird hoffentlich gut ausgehen."

Die Maßnahme, den Fahrern den Mund zu verbieten, sei in der 63-jährigen Geschichte der Scuderia einmalig, schrieb die Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Sonntag. "Es ist ein unangenehmer Beschluss, aber das Interesse der Mannschaft hat Priorität", sagte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni.

Das Traditionsteam hatte in der bisherigen Testphase anscheinend vor allem Probleme mit den Reifen. Zudem gab es in den vergangenen Tagen vermehrt Gerüchte um eine baldige Aussortierung von Massa.