Köln (SID) - Rekordmeister THW Kiel ist in der Handball-Bundesliga weiter nicht zu stoppen. Bei der TSV Hannover-Burgdorf baute die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason ihren Startrekord mit dem 22. Sieg auf 44:0 Punkte aus und machte einen weiteren Schritt zum 17. Titel. Beim 43:24 (23:11)-Kantersieg war der tschechische Welthandballer Filip Jicha mit acht Toren ein weiteres Mal bester Werfer. Zum ersten Mal in dieser Bundesligasaison erzielte der THW mehr als 40 Tore, obwohl Gislason munter durchwechselte.

Die Füchse Berlin haben als Verfolger Nummer eins nach dem 30:30 (14:15) gegen Frisch Auf Göppingen nun acht Zähler Rückstand auf Kiel (36:8). Erst in der Schlusssekunde stellte Junioren-Weltmeister Johannes Selling das Unentschieden mit seinem fünften Tor sicher. Der 21-Jährige hatte nicht nur durch seinen wichtigen Treffer großen Anteil am hart erkämpften Punktgewinn der Füchse. Bester Werfer war allerdings der Kroate Ivan Nincevic mit zehn Toren. Bei Göppingen war der Serbe Momir Rnic mit elf Toren sogar noch erfolgreicher.

Die Füchse werden in den kommenden fünf Jahren weiterhin in der Max-Schmeling-Halle im Prenzlauer Berg spielen, die seit 2006 Heimstätte der Berliner ist. Beinahe 8000 Zuschauer kommen mittlerweile zu den Heimspielen.

Einen weiteren Rückschlag musste Meister HSV Hamburg beim Tabellenvorletzten TV Hüttenberg hinnehmen. Ex-Nationaltorhüter Johannes Bitter sicherte dem Tabellenvierten (33:9) mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Matthias Gerlich 15 Sekunden vor Schluss das 26:26 (13:15). Vor 4000 begeisterten Zuschauern enttäuschten die Hamburger Stars - der französische Weltmeister Bertrand Gille erzielte nur drei Tore, ebenso wie Deutschlands Ex-Kapitän Pascal Hens.

Hans Lindberg mit fünf Treffern war bester HSV-Werfer, während bei Aufsteiger Hüttenberg Florian Laudt mit sechs Toren überzeugte. Die Hessen bleiben trotz des Punktgewinns mit 9:35 Zählern auf einem Abstiegsrang.

Eintracht Hildesheim kassierte am 22. Spieltag die 21. Niederlage. Zwar führte das Schlusslicht noch zur Halbzeit mit 16:15 gegen TuS N-Lübbecke, musste sich nach 60 Minuten jedoch 25:31 geschlagen geben.