Russland wählt neuen Präsidenten

Moskau (dpa) - Bei der Präsidentenwahl in Russland schließen in diesen Minuten (18.00 Uhr) die Wahllokale. Favorit ist Regierungschef Wladimir Putin - er gab sich siegessicher, seine vier Mitbewerber bereits in der ersten Runde zu schlagen. Die ersten Prognosen werden nach Schließung der letzten Wahllokale um erwartet. Erstmals wurde die Abstimmung praktisch flächendeckend mit Videokameras überwacht. Die Zentrale Wahlkommission in Moskau sprach von einer regeren Stimmabgabe als 2008.

Union und FDP wollen Handlungsfähigkeit demonstrieren

Berlin (dpa) - Union und FDP wollen genau zwei Wochen nach ihrem Zerwürfnis um das Bundespräsidentenamt Handlungsfähigkeit demonstrieren. Beim ersten Koalitionsgipfel dieses Jahres wollen die Spitzenvertreter von CDU, CSU und FDP am Abend bei strittigen Sachthemen Lösungen finden. Kanzlerin Angela Merkel plant einen Bericht über den jüngsten EU-Gipfel, bei dem es auch um die Schuldenkrise gegangen war. Auch der Ärger über die hohen Benzinpreise dürfte ein Thema sein.

Laut «Spiegel» plant Präsidialamt Büro samt Mitarbeiter für Wulff

Berlin (dpa) - Der frühere Bundespräsident Wulff soll nicht nur eine lebenslange Pension erhalten, sondern angeblich auch ein Büro mit Mitarbeitern. Laut «Spiegel» will das Präsidialamt einen entsprechenden Antrag stellen. Wulff wünsche die gleiche Behandlung wie die vier anderen noch lebenden ehemaligen Staatsoberhäupter, berichtet das Nachrichtenmagazin. Die Kosten für den Stab beliefen sich auf etwa 280 000 Euro pro Jahr. Wulff soll bereits einen Ehrensold von jährlich 199 000 Euro erhalten.

Assad-Truppen nehmen Protesthochburg in Syrien unter Beschuss

Kairo (dpa) - Syriens Regierungstruppen haben in der Unruheprovinz Homs erneut eine Protesthochburg unter Beschuss genommen. Nach Angaben von Oppositionsaktivisten wurden Stellungen der Rebellen in der Ortschaft mit Artillerie sowie aus der Luft angegriffen. Helfer vom Roten Kreuz warten weiterhin darauf, von den syrischen Behörden in das belagerte Viertel Baba Amro in der Stadt Homs gelassen zu werden, um die notleidende Bevölkerung zu versorgen. Die Leichen der am 22. Februar bei einem Bombardement in Baba Amro getöteten ausländischen Journalisten wurden am Morgen nach Paris übergeführt.

Ahmadinedschads Gegner bei Wahl klar auf Siegeskurs

Teheran (dpa) - Bei der Parlamentswahl im Iran stehen die Gegner von Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor einem überwältigenden Sieg. Ahmadinedschads Lager habe sich erst 30 von 290 Sitzen sichern können, berichteten die iranischen Staatsmedien. Dagegen habe das konservative Bündnis um Parlamentspräsident Ali Laridschani bereits 120 Mandate gewonnen. Die Konservativen pflegen enge Beziehungen zum religiösen Führer und Staatsoberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei. Sie werfen Ahmadinedschad vor, er wolle die Macht des Klerus beschneiden.

Lukaschenko nennt sich Diktator und greift Westerwelle an

Minsk (dpa) - Nach Verhängung neuer EU-Sanktionen hat sich der autoritär regierende weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erstmals selbst als Diktator bezeichnet. Zudem griff er den offen bekennenden homosexuellen Bundesaußenminister Guido Westerwelle an, der Lukaschenko vor kurzem als «letzten Diktator Europas» bezeichnet hatte. «Ich habe mir gedacht: Lieber Diktator sein als schwul», sagte Lukaschenko nach Angaben der Staatsagentur Belta. Der weißrussische Staatschef hatte Homosexuelle in der Vergangenheit bereits mehrmals als «abartig» beschimpft.