Mülheim/Ruhr (SID) - Badmintonspielerin Juliane Schenk hat den ersten deutschen Sieg seit 37 Jahren beim Grand Prix in Mülheim/Ruhr knapp verpasst. Die WM-Dritte vom deutschen Mannschaftsmeister EBT Berlin unterlag im Finale der mit 120.000 Dollar (umgerechnet 90.930 Euro) dotierten German Open der Chinesin Li Xuerui 19:21, 16:21. Schenk musste sich mit 4560 Dollar (3455 Euro) Preisgeld und der zweiten Finalteilnahme nach 2010 trösten.

"Ich bin stolz auf meine Leistung, obwohl ich heute verloren habe. Die Energie, die ich in dieser Woche, auch mit Hilfe des Publikums, aufgebaut habe, will ich mit zu den Olympischen Spielen nehmen", sagte Schenk, die nach der dritten Niederlage im dritten Spiel gegen Li kaum niedergeschlagen wirkte.

Trotz der Anfeuerung der 2200 Zuschauer musste sich die Lokalmatadorin, die am Bundesstützpunkt in Mülheim trainiert, erneut der chinesischen Übermacht beugen. Bislang konnte die 29 Jahre alte Sportsoldatin noch nie in ihrer Karriere zwei Ballkünstler aus dem Reich der Mitte in Folge bezwingen. Dabei blieb es. Im Halbfinale hatte sich Schenk gegen die Nummer zwei der Welt, Wang Xin, durchgesetzt.

"Schade, der Sieg bei den German Open hätte ein Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in London sein können", sagte Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), dem SID.

Schenk konnte im 40-minütigen Endspiel gegen die Nummer sechs der Weltrangliste nie an die grandiose Leistung aus dem Halbfinale anknüpfen. Die gebürtige Krefelderin schaffte es nicht, das Tempo hochzuhalten, ihr unterliefen dazu immer wieder vermeidbare Fehler.