Warschau (dpa) - Nach dem Frontalzusammenstoß zweier Züge in Südpolen hat sich die Zahl der Todesopfer auf 15 erhöht. Nach Angaben der Behörden wurden 54 Menschen verletzt.

«Dies ist die tragischste Katastrophe seit Jahren», sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der noch in der Nacht zu der Unfallstelle geeilt war. «Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien.»

Das Unglück hatte sich gegen 21.00 Uhr in der Nähe der Stadt Zawiercie ereignet. Der aus sechs Wagen bestehende Zug Przemysl-Warschau war frontal mit dem Zug Warschau-Krakau mit vier Wagen zusammengeprallt. Warum der zweite Zug auf dem falschen Gleis fuhr, war zunächst unklar. In beiden Zügen hatten rund 350 Passagiere gesessen.