Ruhpolding (SID) - Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Skiverband (DSV) hat Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner ein verlockendes Jobangebot gemacht. "Jemand, der so intelligent, menschlich so authentisch und teamorientiert agiert, der ist in einem Team wie dem des DSV an verschiedensten Stellen einsetzbar", sagte Hörmann am Rande der Biathlon-WM in Ruhpolding: "Es gibt für mich bei uns keinen Bereich, in dem eine Lena Neuner nicht vorstellbar wäre."

Weil Neuner nach ihrem letzten Wettkampf in zwei Wochen beim Weltcup im russischen Chanty-Mansijsk zurücktreten wird, machen sich auch die Verantwortlichen des Verbandes Gedanken über die Zukunft ihres sportlichen Aushängeschilds. Allerdings wird der DSV in naher Zukunft nicht aktiv auf die 25-Jährige aus Wallgau zugehen. "Sie soll sich erst mal klar werden, wohin sie sich entwickeln möchte. Wenn sich das in irgendeiner Form mit unseren Interessen verbinden lässt, dann werden wir mit aller Kreativität und aller Flexibilität in Gespräche gehen und Lösungen finden", sagte Hörmann.

Die Gedankenspiele des Verbandspräsidenten gehen sogar soweit, dass er sich vorstellen könnte, irgendwann seinen eigenen Stuhl für Deutschlands Sportlerin des Jahres freizumachen. "Ich würde an kaum jemanden lieber ein solches Amt übergeben, um mal in die Zukunft zu blicken", sagte Hörmann. Allerdings sei dazu ein gewisser Entwicklungsprozess auf Verbandsebene nötig, der zehn oder auch 20 Jahre dauern könne.

Neuner selbst äußert sich kurz vor ihrem Rücktritt generell nicht zu ihren Zukunftsplänen. "Ich will erst mal mein Leben genießen, dann sehen wir weiter", sagte die Doppel-Olympiasiegerin.