Tokio (dpa) - Für einen Moment lang stand das Leben in Japan still: Mit einer Schweigeminute und Gebeten gedachten die Bewohner des Inselreichs heute der rund 19 000 Toten und Vermissten der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor einem Jahr. Die gewaltigen Erdstöße hatten einen Jahrhundert-Tsunami ausgelöst und zum Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi geführt. «Wir werden alles tun, um den Menschen in den betroffenen Regionen zu helfen, damit sie ihr Leben wieder aufbauen», versprach Regierungschef Yoshihiko Noda bei einer staatlichen Gedenkzeremonie im Nationaltheater in Tokio.