Köln (dpa) - Lukas Podolski blieb erstaunlich ruhig. Alle wollten was von ihm - schließlich gab es viel zu besprechen in diesen Tagen.

Seine umstrittene Rote Karte bei Kölns emotionalem 1:0-Zittersieg im Kellerduell gegen Hertha BSC, die überraschende Entlassung von Sportdirektor Volker Finke und natürlich seinen vermeintlich perfekten Wechsel zum FC Arsenal. Umzingelt von Mikrofonen, TV-Kameras und Fotografen holte der Kölner Publikumsliebling einmal Luft und dann ging's los - wie üblich bei Podolski in kurzen Sätzen.

Sein Platzverweis durch Schiedsrichter Guido Winkmann (76.)? Ein Witz. Bei einer Auseinandersetzung zwischen Podolski und Herthas Kapitän Lewan Kobiaschwili soll die Hand des Nationalspielers laut Referee «Richtung Hals des Gegenspielers» gegangen sein. «Diese Meinung hat er exklusiv», so Podolski über Winkmann. Die TV-Bilder gaben ihm Recht. Trainer Stale Solbakken schimpfte «ein Wahnsinn» und hofft auf Freispruch.

Finkes Entlassung? «Das überrascht mich nicht. Das muss man abhaken», sagte Podolski dem Kölner «Express». Sein Verhältnis zu Finke galt als zerrüttet.

Und sein Transfer nach London? «Es ist nichts klar und nichts unterschrieben», erklärte der 26-Jährige. Auch Arsenal-Coach Arsène Wenger hatte vor Tagen bereits widersprochen. Es bleibt spannend - und Podolski in aller Munde.