Köln (SID) - Superstar Cristiano Ronaldo hat José Mourinho einen Sieg zum Jubiläum geschenkt. Im 100. Spiel Mourinhos als Trainer des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid führte dessen portugiesischer Landsmann Ronaldo die Königlichen mit seinen Ligatoren 31 und 32 in dieser Saison zu einem hart erkämpften 3:2 (1:1) bei Betis Sevilla. Real wahrte durch den elften Sieg in Folge seinen Zehn-Punkte-Vorsprung auf den FC Barcelona. Die Katalanen gewannen vier Tage nach der 7:1-Gala gegen Bayer Leverkusen in der Champions League mit 2:0 (1:0) bei Racing Santander.

Für Real glich Gonzalo Higuaín in der 25. Minute nach toller Vorarbeit des deutschen Nationalspielers Mesut Özil, der wie sein DFB-Kollege Sam Khedira in der Startformation stand, die frühe Führung der Gastgeber durch Jorge Molina (10.) aus. Ronaldo brachte die Madrilenen in der 52. Minute erstmals in Führung. Jefferson Montero konterte für Betis nur drei Minuten später (55.), ehe Ronaldo (73.) erneut zuschlug. Für Barca erzielte der gegen Leverkusen fünf Mal erfolgreiche Lionel Messi schon wieder beide Tore (28./56., Foulelfmeter). Er hat nun 30 Ligatore und sitzt damit seinem Dauerrivalen Ronaldo im Nacken.

Mourinho verlor in 100 Spielen als Real-Trainer nur zehnmal. 77-mal siegten die Madrilenen, 13-mal spielten sie unentschieden. Auf sein Jubiläum ging der Coach aber nach der Begegnung nicht ein. "Ich bin mit den drei Punkten sehr zufrieden", sagte er kurz und knapp.

Eine neuerliche Spitze gegen seinen Kollegen Pep Guardiola vom Erzrivalen Barcelona konnte sich der Portugiese allerdings nicht verkneifen. "Ich denke, was Guardiola sagt, ist normal. Ich kann nur wiederholen, dass ich ein unvollkommener Trainer bin. Ich versuche aber nicht, meine Mängel zu verbergen. Andere sind dazu in der Lage, und die sind intelligenter als ich", sagte Mourinho ironisch und fügte hinzu: "Wir sind alle unvollkommen, und ich rede über die Dinge, die ich nicht mag, wenn ich sie sehe. Andere sind schlauer und sprechen nur über sich selbst."

Guardiola hatte auf Barcelonas Pressekonferenz vor dem Punktspiel des spanischen Meisters am Sonntag in Santander betont, dass er nicht mit dem exzentrischen Real-Trainer gleichgesetzt werden möchte. "Wir sind uns einig in dem Ziel, gewinnen zu wollen, aber ansonsten habe ich nicht den Eindruck, dass wir uns sehr ähnlich sind. Wenn das der Fall wäre, müsste ich etwas falsch gemacht haben", hatte der Barca-Coach gesagt.

Mourinho hatte aufgrund von Guardiolas Schiedsrichter-Kritik am Wochenende zuvor Guardiola mit sich selbst verglichen und damit seinen Kollegen auf die Palme gebracht. "Ich habe nie angestrebt, mit ihm gleichgesetzt zu werden, und denke, dass ein bestimmtes Image mehr wert ist als 1000 Worte", sagte Guardiola recht giftig in Richtung Mourinho.