Islamabad (dpa) - Bei einem Bombenanschlag auf eine Trauerfeier im Nordwesten Pakistans sind am Sonntag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen.

Etwa 35 weitere seien durch die Explosion in einem Vorort der Provinzhauptstadt Peshawar verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden, teilten Rettungskräfte und Ärzte mit. Unklar war zunächst, ob ein Selbstmordattentäter den Sprengsatz gezündet hat.

Der Informationsminister der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, sprach von 10 Toten und 28 Verletzten. Seinen Angaben zufolge galt der Anschlag Trauergästen, die sich zur Beerdigung der Ehefrau eines Mitglieds einer regierungstreuen Stammesmiliz versammelt hatten. Insgesamt hätten daran mehrere hundert Menschen teilgenommen.

Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Die Region Peshawar grenzt an die pakistanischen Stammesgebiete, wo zahlreiche radikal-islamische Gruppen wie die Taliban aktiv sind. Auch die bei der Trauerfeier angegriffenen Angehörigen der regierungstreuen Stammesmiliz sind im Kampf gegen die Taliban im Einsatz.