Istanbul (SID) - Mit schwacher Höhe zum größten Erfolg der Karriere: Der fünftbeste Wettkampf des Winters hat Björn Otto gereicht, um bei der Hallen-WM von Istanbul seine Position als zweitbester Stabhochspringer der Welt zu untermauern. "Mit sechs Metern wäre auch Renaud Lavillenie zu schlagen gewesen, aber ich habe heute keine superschönen Sprünge gezeigt", meinte der 34 Jahre alte Dormagener nach Silber bei der Hallen-WM von Istanbul mit 5,80 m hinter Frankreichs Europameister (5,95).

Otto, der in diesem Winter zweimal 5,92 m meisterte, freute sich über seine erste Medaille auf Weltebene nach dem Sieg bei der Hallen-EM 2007. Doch der Hobby-Pilot verpasste eine größere Höhe, weil er auf der schnellen Bahn immer zu dicht vor der Latte absprang. "Nur den zweiten Versuch über 5,90 m habe ich gut getroffen und mich dann geärgert, dass die Latte da nicht liegen geblieben ist. Doch mit der Silbermedaille bin ich zufrieden. Es war eine super Hallensaison. Jetzt hoffe ich, ohne Zipperlein in den Sommer zu kommen, nachdem ich in den letzten Jahren durch zwei Achillessehnenrisse und weitere Verletzungen vier Jahre lang die Höhepunkte des Sommers verpasst habe."

Untröstlich war Malte Mohr, zwei Jahre vor Otto ebenfalls Zweiter der Hallen-WM. "Ich bin sehr enttäuscht. Anlauf, Absprung - nichts hat gepasst. Ich habe nichts auf die Kette bekommen", meinte der Wattenscheider nach Rang vier mit 5,75 m. Noch bei der Hallen-DM in Karlsruhe war er hinter Otto (5,92 m) über 5,87 m gesprungen.