Bern (dpa) - Die Schweizer entscheiden heute bei mehreren Volksabstimmungen unter anderem über die Erhöhung des Mindesturlaubs von vier auf sechs Wochen. Vor dem Urnengang riefen die Arbeitgeber und die Regierung zur Ablehnung dieser Forderung der Gewerkschaften auf.

Sie warnten, dass eine Verlängerung des Mindesturlaubs Milliarden kosten würde und zur Verlagerung von Arbeitsplätzen in Euro-Länder führen könnte, wo die Lohnkosten niedriger seien. Die Gewerkschaften argumentierten, Arbeitnehmer bräuchten angesichts eines gestiegenen Leistungsdrucks mehr Zeit für Erholung. Laut Umfragen will eine Mehrheit trotzdem gegen das Begehren der Gewerkschaften stimmen.

Entscheiden soll das Schweizer Wahlvolk auch über eine Wiedereinführung der gesetzlichen Buchpreisbindung. Zudem wird darüber abgestimmt, ob der Anteil von Zweitwohnungen pro Gemeinde begrenzt werden soll, um den Bau von Ferienunterkünften einzudämmen. Weitere Initiativen streben eine Regulierung der Verwendung von Glücksspielgewinnen für gemeinnützige Zwecke sowie steuerliche Vergünstigungen für Bausparer an.

Bundeskanzlei zu Volksabstimmungen