Bern (dpa) - In der Schweiz haben am Sonntag Volksabstimmungen begonnen, bei denen unter anderem über eine Erhöhung des gesetzlichen Mindesturlaubs von vier auf sechs Wochen entschieden wird.

Zudem stimmen die Eidgenossen über eine Wiedereinführung der Buchpreisbindung und eine eventuelle Limitierung des Anteils von Ferienwohnungen pro Gemeinde ab.

Bei weiteren der insgesamt fünf Volksentscheide geht es um eine Regulierung der Verwendung von Glücksspielgewinnen für gemeinnützige Zwecke sowie um die Forderung nach steuerlichen Vergünstigungen für Häuslebauer.

Am heftigsten umstritten war die Forderung der Gewerkschaften und linker Politiker nach sechs Wochen Mindesturlaub. Die Arbeitgeber und die Regierung riefen zur Ablehnung dieser Initiative auf.

Sie warnten, dass eine Verlängerung des Mindesturlaubs Milliarden kosten würde und zur Verlagerung von Arbeitsplätzen in Euro-Länder wie Deutschland führen könnte, wo die Lohnkosten deutlich niedriger seien. Die Gewerkschaften argumentierten, Arbeitnehmer bräuchten angesichts eines gestiegenen Leistungsdrucks mehr Zeit für Erholung.

Laut Umfragen will eine Mehrheit trotzdem gegen das Begehren der Gewerkschaften stimmen. Mit belastbaren Ergebnissen wurde nicht vor 18.00 Uhr gerechnet.

Bundeskanzlei zu Volksabstimmungen