Charlotte (SID) - Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn hat den Weltcup-Auftakt in Charlotte/USA gewonnen und damit ihre Favoritenrolle für die Olympischen Spiele in London unterstrichen. Die 26-Jährige aus Bonn siegte im Finale am Samstag mit 5492 Punkten vor der Britin Mhairi Spence (5456) und Anastasia Prokopenko aus Weißrussland (5416), die im Schießen zwei Weltrekorde aufstellte. Eva Trautmann aus Darmstadt landete auf Rang 14 (5248), Janine Kohlmann aus Neuss erreichte Platz 30 (4956).

"Ich bin sehr erleichtert, dass ich so durch den ersten Wettkampf des Jahres gekommen bin. Ich bin begeistert, die Goldmedaille hier vor dem amerikanischen Publikum gewonnen zu haben. Ich liebe es, in die USA zu kommen. Das harte Wintertrainingslager in Colorado Springs hat mir sehr geholfen", sagte Schöneborn.

Die Grundlage für ihren Sieg in North Carolina schaffte die Weltranglistenerste durch die beste Leistung aller 36 Finalistinnen in ihrer Paradedisziplin Fechten. "Ich habe den Schwung dann den Rest des Tages mitgenommen", sagte Schöneborn. Der starken Vorstellung auf der Planche folgte eine gute Zeit beim Schwimmen, nach einer durchschnittlichen Reitleistung ging Schöneborn als Zweitplatzierte in den abschließenden Combined-Wettbewerb (Laufen/Schießen). Dort spielte Schöneborn ihre läuferischen Qualitäten aus und entschied im letzten Schießdurchgang gegen Mhairi Spence das Rennen.

Durch ihren Erfolg setzte sich Schöneborn auch im internen Ranking des Verbandes, das über die Vergabe der Olympia-Tickets entscheidet, weiter ab.

Am Sonntag geht es für den einzigen deutschen Finalisten Alexander Nobis aus Berlin um wichtige Zähler für die Weltrangliste. Nobis hatte als Sechster der Qualifikationsgruppe B die Runde der letzten 36 erreicht. Steffen Gebhardt (Darmstadt), Stefan Köllner (Potsdam) und Delf Borrmann (Berlin) hatten dagegen enttäuscht und waren im Halbfinale gescheitert.

Bereits ab kommenden Donnerstag steht der zweite Fünfkampf-Weltcup des Jahres auf dem Programm. Dann geht es für Schöneborn & Co. ins brasilianische Rio de Janeiro.