Magdeburg (SID) - Zum Abschluss der Qualifikation in Magdeburg haben sieben deutsche Schwimmer die EM-Norm geknackt. Über 200 m Brust blieben in der fünfmaligen Kurzbahn-Europameisterin Sarah Poewe (Wuppertal/1:08,50 Minuten), der Essenerin Caroline Ruhnau (1:08,68) und der Stuttgarterin Vanessa Grimberg (1:09,07) gleich drei Athletinnen unter der Richtzeit.

Außerdem waren der Darmstädter Marco Koch (200 m Brust/2:11,72), die Essenerin Sina Sutter (100 m Schmetterling/59,05), die Hallenserin Daniela Schreiber (200 m Freistil/1:59,26) und der Mannheimer Philip Heintz (200 m Lagen/1:59,61) auf ihren Strecken schneller als in der EM-Norm verlangt.

Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hatte dem Wettkampf am Freitag und Samstag mit souveränen Siegen über 50 und 100 m Freistil ihren Stempel aufgedrückt. Die Berlinerin gehörte zu den zwölf Schwimmern, die aufgrund ihrer Vorleistungen bereits vorher für die EM im ungarischen Debrecen (21. bis 27. Mai) qualifiziert waren.

Am späten Sonntagabend wollten die Verantwortlichen des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) in einer Nominierungssitzung über den vorläufigen EM-Kader beraten. "Wir werden eine schlagkräftige Truppe nach Ungarn schicken", sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow und ließ durchblicken, dass auch Athleten ohne Normerfüllung vorerst nominiert werden könnten: "Es gibt ein paar Problemfälle, die aufgrund von Krankheiten oder Verletzungen den Leistungsnachweis nicht gebracht haben. Da müssen wir nachdenken."

Die EM ist neben den Deutschen Meisterschaften in Berlin (10. bis 14. Mai) für die Beckenschwimmer die einzige Möglichkeit, sich für Olympia in London zu qualifizieren.