Washington (dpa) - Der ultrakonservative Ex-Senator Rick Santorum mischt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner weiter kräftig mit. Am Samstag schlug er bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Kansas den derzeitigen Spitzenreiter Mitt Romney haushoch.

Nach Medienangaben kam er nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen auf 52 Prozent, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts nur auf 21 Prozent.

Den dritten Rang erreichte demnach Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich mit 14 Prozent, Schlusslicht wurde der radikalkonservative Abgeordnete Ron Paul mit 13 Prozent. Santorums Sieg in Kansas ist ein weiterer Hinweis darauf, dass das Rennen der Republikaner wahrscheinlich auf lange Sicht offen bleibt.

Romney hatte am vergangenen Dienstag, dem «Super Tuesday», zwar die Abstimmungen in sechs von zehn US-Bundesstaaten gewonnen und hat auch bislang insgesamt die meisten Vorwahlerfolge vorzuweisen. Zudem siegte er am Samstag bei Abstimmungen in Guam und den Nördlichen Marianen, die zu den US-Territorien zählen. Aber es ist ihm bisher nicht gelungen, sich klar von Santorum abzusetzen, der zudem auch in der nächsten Woche gute Chancen auf weitere Siege hat.

Am Dienstag wird in den konservativen Südstaaten Alabama und Mississippi über den republikanischen Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November abgestimmt. Für die Nominierung auf einem Parteitag Ende August in Florida sind 1144 Delegiertenstimmen nötig.

Bis zum Samstag hatte Romney nach Berechnungen des US-Senders CNN rund ein Drittel der Delegiertenstimmen gesichert. In Kansas, wo auf Parteiversammlungen abgestimmt wurde, ging es insgesamt um 40 Delegiertenstimmen, die nach einem komplizierten proportionalen System verteilt werden.

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