Melbourne (SID) - Weltmeister Sebastian Vettel will in der Formel 1 Titel holen, aber nicht zählen. "Ich bin hier, um Weltmeister zu werden. Das ist das Ziel. Ob es dann der dritte Titel ist oder nicht, macht keinen Unterschied", sagte der Champion der letzten beiden Jahre vor dem Start der Saison 2012 am Sonntag in Melbourne (7.00 Uhr MEZ/RTL und Sky).

Red-Bull-Pilot Vettel könnte in diesem Jahr als erst dritter Fahrer der Formel-1-Geschichte nach dem legendären Argentinier Juan Manuel Fangio und Rekordweltmeister Michael Schumacher zum dritten Mal in Folge den Titel gewinnen, was ihm natürlich etwas bedeuten würde. "Das wäre schon schön", sagte der 24-Jährige, der als eins seiner liebsten Hobbys das Sammeln von Pokalen nennt.

In seinen bisherigen 81 Rennen in der Königsklasse hat Vettel schon 21 Siege geholt und bekommt zu Hause auf seinem Bauernhof in der Schweiz langsam ein Platzproblem. Während der WM-Pokal seinen Ehrenplatz auf dem Küchentisch hat, wird Vettels Raum für die Sieger-Trophäen langsam zu klein. "Als ich das damals geplant hatte, hatte ich noch nicht so viele Pokale", meinte Vettel.

Als einen der "Großen" der Formel-1-Geschichte will sich Vettel selbst allerdings nicht bezeichnen. "Ich rede nicht so gerne über mich. Aber es ist natürlich eine Ehre, wenn andere so über dich sprechen", meinte der Heppenheimer.

Er selbst zählt vor allem Ayrton Senna, Jochen Rindt und Jim Clark zu seinen echten Formel-1-Größen - neben Schumacher. "Als ich aufgewachsen bin, habe ich Michael bewundert, wie viele andere Kids in Deutschland. Er war mein Hero", sagte Vettel und verriet: "Ich hatte sogar Poster von ihm an der Wand." Mit einem breiten Grinsen fügte er aber schnell hinzu: "Als ich älter wurde, habe ich sie dann aber abgenommen und ein paar andere Poster aufgehängt ..."