Wolfsburg (SID) - Rückendeckung für Felix Magath: Aufsichtsratschef Francisco Garcia Sanz vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat Berichte über eine Entmachtung des 58-Jährigen kritisiert und zurückgewiesen. "Von einer Machtdemonstration oder gar Machtkämpfen kann bei uns nicht die Rede sein. Wir haben auch keinen Aufpasser eingesetzt", sagte Garcia.

Am Mittwoch hatte der Klub mitgeteilt, dass Wolfgang Hotze zum 1. April Sprecher der Geschäftsführung wird. Die Geschäftsführung des Meisters von 2009 besteht aus dem für den Sport zuständigen Magath, Hotze (Finanzen) sowie Thomas Röttgermann (Vertrieb/Organisation). Bislang hatten alle drei gleichberechtigt gearbeitet.

"Über die jüngste Entscheidung des Aufsichtsrats war die Geschäftsführung schon länger im Bilde, sie wurde nun lediglich verkündet. Es ist sicher besser, wenn wir uns jetzt auf den Sport konzentrieren", betonte Sanz, der auch im Vorstand des VfL-Eigners Volkswagen sitzt.

Die Berufung von Hotze zum neuen Sprecher der Geschäftsführung wurde weitgehend als Entmachtung Magaths gewertet. Dazu passte, dass der mächtige Manager und Trainer zuletzt nicht mehr die erhofften Erfolge aufweisen konnte. Trotz Investitionen von 50 Millionen Euro in Transfers liegen die Niedersachsen in der laufenden Saison nur auf Rang zehn. Magath hatte gelassen auf die Personalentscheidung reagiert. "Es geht da alles seinen gewohnten Gang. Für mich ändert sich nichts, das ist die Hauptsache."