Kabul (dpa) - Nach dem Massaker an Zivilisten im südafghanischen Kandahar geht das Parlament in Kabul entgegen der Darstellung der US-Armee nicht von einem Einzeltäter aus. Mehr als ein Dutzend Soldaten hätten Dorfbewohner getötet und dann die Leichen verbrannt, sagte ein Abgeordneter aus Kandahar, der einer Kommission zur Untersuchung des Vorfalls angehört. Alle Dorfbewohner hätten ausgesagt, dass 15 bis 20 Soldaten beteiligt gewesen seien. Auch die unterschiedlichen Orte des Massakers sprächen gegen die Einzeltäter-These.