Herzogenaurach/Frankfurt (dpa) - Der Automobilzulieferer Schaeffler legt heute in Frankfurt am Main seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die Franken hatten sich zum Ziel gesetzt, 2011 gut zehn Prozent mehr zu erlösen als im Vorjahr.

Das Unternehmen erstellt seine Prognosen traditionell sehr konservativ: In den ersten neun Monaten war der Umsatz bereits um 15 Prozent auf rund 8,1 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, unterm Strich verdiente der Konzern 743 Millionen Euro - 856 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zu dem Ergebnis trug auch der Hannoveraner Autozulieferer Continental bei, den Schaeffler mit Beginn der Finanzkrise 2008 übernommen hatte. Um ein Haar wäre der Wälzlagerhersteller mit weltweit rund 73 000 Mitarbeitern daran zugrunde gegangen. Ende September 2011 betrug der Schuldenberg noch immer 7,1 Milliarden Euro. Doch das Familienunternehmen aus Herzogenaurach hat sich berappelt. Im Januar schnürte das Unternehmen mit seinen Banken ein Refinanzierungspaket und beschaffte sich kurz darauf über Anleihen frisches Geld.