Ehingen/Stuttgart (dpa) - Die Betriebsräte der insolventen Drogeriekette Schlecker haben am Dienstag nach dpa-Informationen Kündigungslisten mit den Namen von rund 11 000 Mitarbeitern erhalten. Am Donnerstag soll sich entscheiden, ob es Transfergesellschaften für sie geben wird.

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) sagte am Dienstag in Stuttgart, es werde wahrscheinlich «ein bis zwei Dutzend» solcher Gesellschaften bundesweit geben. Ein Schlecker-Sprecher erklärte, es seien noch keine Kündigungsschreiben an Beschäftigte persönlich verschickt worden. «Es liegt uns aber am Herzen, die Mitarbeiter schnell zu informieren», sagte er.

Dazu gehöre auch, über die Entwicklung der Transfergesellschaften sowie deren Vor- und Nachteile zu sprechen. Zur Finanzierung strebt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz ein Staatsdarlehen über rund 71 Millionen Euro an.