Frankfurt/Main (dpa) - Die Mitarbeiter von Opel müssen sich erneut auf tiefe Einschnitte gefasst machen. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) will hart durchgreifen und Kosten senken, um die defizitäre Tochter aus den roten Zahlen zu führen.

Dabei stünden einmal mehr zwei Werke auf der Kippe, berichtete das «Wall Street Journal»: Die Standorte Bochum und Ellesmere Port in England. Auch ein erneuter Lohnverzicht wird nach Medienberichten diskutiert. Wie in Arbeitnehmerkreisen zu hören ist, spüren die Mitarbeiter den Druck von allen Seiten, die Angst vor Stellenstreichungen gehe um.

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sagte der dpa am Freitag: «In Detroit glaubt man nicht an größere Absatzvolumen in Europa.» GM werde die Verträge einhalten und bis Ende 2014 kein Werk schließen. Wenn Bochum und Ellesmere Port bis dahin ihr Kapazitätsproblem aber nicht lösen, würden die Standorte wohl geschlossen.

GM-Bilanz 2011