Leipzig (dpa) - Der Gerichtsstreit um den Einsatz von 1100 Leiharbeitern im BMW-Werk Leipzig ist am Freitag in eine neue Runde gegangen. Vor dem Arbeitsgericht Leipzig begannen zwei Verfahren. Betroffen sind dabei 300 Zeitarbeiter.

Der Betriebsrat sperrt sich gegen die Einstellung beziehungsweise Weiterbeschäftigung der Zeitarbeiter und will stattdessen den Anteil von unbefristet Festangestellten erhöhen. Der Autobauer will nun durch einen Gerichtsentscheid die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter ersetzen. In der Fabrik arbeiten 2800 Stammbeschäftigte.

Im Kern geht es darum festzustellen, ob es eine zeitliche Befristung für den Einsatz von Leiharbeitern gibt. Das Unternehmen beharrt auf Flexibilität, um konjunkturelle Schwankungen abfedern zu können. In einem ersten Verfahren für 33 Zeitarbeiter war der Betriebsrat unterlegen. Das Gericht entschied, BMW habe nicht gegen Gesetze und Bestimmungen verstoßen. Dagegen hat der Betriebsrat Widerspruch beim Landesarbeitsgericht eingelegt.