Aachen (dpa) - Erleidet ein Dachdecker durch die Sonne eine bösartige Hautveränderung, ist dies als Berufskrankheit anzuerkennen. Das Aachener Sozialgericht gab einem Dachdecker Recht, der 40 Jahre lang zum Teil ungeschützt in der Sonne gearbeitet hatte und krank wurde. Die Berufsgenossenschaft hatte in dem Fall eine Anerkennung als Berufskrankheit abgelehnt. Die Richter widersprachen. Angesichts des wissenschaftlich belegten erhöhten Risikos für Menschen mit Arbeitsplatz unter freiem Himmel gebe es keinen vernünftigen Zweifel an dem Zusammenhang zwischen Krankheit und Beruf.