Warschau (SID) - Polen geht im Kampf gegen Hooligans an die Schulen: Am Mittwoch stellte der Co-Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft (8. Juni bis 1. Juli) den Film "Kibic" ("Fan") vor, der vor der Endrunde Jugendlichen im ganzen Land gezeigt wird. Der Film erzählt die Geschichte des Teenagers Tomek, der Teil einer Hooligan-Gang wird und keinen Ausweg aus der Spirale der Gewalt findet.

"Wenn dieser Film nur bei einer einzigen Person für ein Umdenken sorgt, hat er sich schon gelohnt", sagte Warschaus Sicherheitschefin Ewa Gawor, die das 8700-Euro-Projekt auf den Weg brachte. In dem Film erliegt Tomek der Gruppendynamik und tötet am Ende einen gegnerischen Fan.

Nach Angaben der polnischen Polizei gibt es derzeit 5000 Hooligans in Polen.