Mannheim (SID) - Die deutschen Fußballerinnen wollen beim Showdown um den Gruppensieg in der EM-Qualifikation am Samstag in Mannheim gegen die punktgleichen Spanierinnen (16.00 Uhr/ZDF) die offene Rechnung aus dem Hinspiel begleichen. "Wir haben das größere Potenzial, wir sind die bessere Mannschaft. Wir konnten das in Spanien nicht umsetzen, deshalb steht nun eine Revanche an", sagte Mittelfeldspielerin Viola Odebrecht bei der Pressekonferenz am Mittwoch.

Der zweimalige Welt- und siebenmalige Europameister, der Anfang März trotz großer Verletzungsprobleme den prestigeträchtigen Algarve-Cup gewonnen hat, war im vergangenen Jahr im Hinspiel trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Zu Hause will die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die ihren EM-Titel bei der Endrunde im kommenden Jahr in Schweden verteidigen möchte, den Spanierinnen die Grenzen aufzeigen.

"Wir haben uns damals von der Hektik anstecken lassen, das darf uns nicht noch einmal passieren", sagte Bundestrainerin Silvia Neid. Die Trainerin muss mit ihrem Team bereits am Donnerstag zum nächsten Qualifikationsspiel bei den Schweizerinnen, die von der früheren deutschen Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg trainiert werden, antreten (18.15 Uhr/ZDF). "Wir wollen uns direkt qualifizieren. Deshalb lautet unser Auftrag für die beiden Spiele, sechs Punkte zu holen", sagte Neid: "Spanien hat sich als härtester Konkurrent herauskristallisiert. Die Schweiz hatten wir von vornherein auf der Rechnung."

Die Bundestrainerin muss in Mannheim (11.000 der 11.500 Eintrittskarten sind bereits verkauft) und in Aarau auf die verletzten Luisa Wensing, Lena Lotzen, Simone Laudehr, Kim Kulig sowie Inka Grings verzichten. Zudem fehlt die gesperrte Saskia Bartusiak gegen Spanien. Neid hat deshalb Leonie Maier und Svenja Huth nachnominiert.

Gegen Spanien wird die Innenverteidigung wahrscheinlich von Annike Krahn und Josephine Henning gebildet. Beide konnten sich beim Algarve-Cup empfehlen. Gleiches gilt für Odebrecht und Lena Goeßling. Sie sollen die Stammkräfte Laudehr und Kulig im zentralen Mittelfeld ersetzen. Im Sturm ist Celia Okoyino da Mbabi nach ihren sechs Treffern beim Turnier in Portugal gesetzt.