Kiel (dpa) - Im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga hat der THW Kiel den Füchsen Berlin eine Abfuhr erteilt. Der Tabellenführer aus Schleswig-Holstein deklassierte die Hauptstädter am Mittwochabend mit 36:28(21:15).

Kiel ist damit auch nach 26 Spieltagen dieser Saison ungeschlagen. Der THW baute seine einmalige Erfolgsserie auf 52:0 Punkte aus. Die Füchse bleiben trotz der Niederlage mit 42:10 Zählern Zweiter.

Vor 10 250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena ließen die Gastgeber den Berlinern nur zu Beginn der Partie die Hoffnung auf einen Überraschungserfolg. Nach fünf Minuten stand es noch 4:4. Danach enteilte der Rekordmeister und hatte schon nach 17 Minuten eine Vorentscheidung erzielt (13:8). Die aggressive und bewegliche THW-Deckung ließ den Hauptstädtern kaum Raum. Zwar kam die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson zu Beginn des zweiten Durchgangs kurzzeitig auf drei Tore heran. Doch das war nur ein Strohfeuer.

Drei Tage zuvor hatten die Füchse Meister HSV Hamburg aus der Champions League geworfen, am 16-fachen Titelträger von der Förde bissen sie sich jedoch die Zähne aus. Auch Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, in Hamburg überragender Rückhalt seiner Mannschaft, sah in der ersten Halbzeit schlecht aus und musste Petr Stochl seinen Platz überlassen. Doch auch der tschechische Nationaltorhüter fand kein Mittel gegen die Kieler Schützen.

«Die Kieler sind besser», räumte auch der frühere Boxweltmeister Arthur Abraham ein, der am Samstag an gleicher Stätte gegen den Polen Piotr Wilczewski in den Ring steigt. Als Berliner hatte er seinem Team die Daumen gedrückt.